„Eigentlich führen wir alle in dieselbe Richtung. Trotzdem kommen wir bei wichtigen Entscheidungen immer wieder an denselben Punkt.“

Mit diesen Worten beschrieb der Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens die Situation seiner Führungsmannschaft.

Die Rahmenbedingungen

Das Unternehmen war in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Neue Geschäftsfelder waren entstanden, Teams wurden aufgebaut und die Zahl der Mitarbeitenden hatte sich innerhalb weniger Jahre deutlich erhöht. Wirtschaftlich entwickelte sich das Unternehmen erfolgreich. Gleichzeitig veränderten sich jedoch die Anforderungen an Führung und Zusammenarbeit.

Was früher in kurzen Abstimmungen zwischen wenigen Personen geklärt werden konnte, erforderte nun deutlich mehr Koordination. Entscheidungen betrafen mehr Bereiche, Schnittstellen wurden wichtiger und unterschiedliche Interessen mussten berücksichtigt werden.

Wie es den Führungskräften mit der neuen Situation geht

Die Führungskräfte erlebten diese Entwicklung unterschiedlich: Während einige darin einen notwendigen Schritt auf dem Weg zu einer professionelleren Organisation sahen, hatten andere das Gefühl, dass vieles unnötig kompliziert geworden war. Wieder andere beobachteten, dass Entscheidungen zunehmend länger dauerten und sich Diskussionen wiederholten. In Besprechungen entstand immer häufiger das Gefühl, dass eigentlich alle vom selben Thema sprachen – und dennoch unterschiedliche Gespräche führten.

Alle Führungskräfte galten als erfahren, verantwortungsbewusst und erfolgreich. Gerade deshalb überraschte die Situation.

Warum fiel es einer Gruppe kompetenter Führungskräfte so schwer, zu gemeinsamen Vorgehensweisen zu finden?

Der Coverdale AI Coach im Test

Im Rahmen eines Entwicklungsprogramms beschäftigte sich die Führungsmannschaft zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Coverdale AI Coach.

Ursprünglich war die Nutzung sehr unterschiedlich. Einige Führungskräfte verwendeten den AI Coach regelmäßig zur Vorbereitung schwieriger Gespräche. Andere nutzten ihn, um Ideen für Workshops oder Teammeetings zu entwickeln. Manche hatten ihn ausprobiert und anschließend wieder beiseitegelegt.

Die Diskussionen über künstliche Intelligenz verliefen ähnlich wie in vielen Organisationen. Zwischen großer Begeisterung und vorsichtiger Zurückhaltung war nahezu jede Position vertreten. Interessanterweise entstand ausgerechnet aus dieser Unterschiedlichkeit eine neue Fragestellung. Statt „Wie können wir KI effizient nutzen?“ hieß es jetzt: „Was passiert eigentlich, wenn mehrere Führungskräfte dieselbe Herausforderung mit Unterstützung des AI Coach bearbeiten?“

Die Gruppe entschied, einen Versuch zu wagen. Alle Führungskräfte sollten dieselbe Führungsfrage bearbeiten. Die Aufgabe lautete:

„Sie stehen vor einer wichtigen organisatorischen Veränderung. Wie würden Sie vorgehen, um die Betroffenen einzubinden und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben?“

Die Anwendung des AI Coach in der Praxis

Jede Führungskraft arbeitete für sich mit dem AI Coach. Anschließend traf sich die Gruppe, um die Erfahrungen auszutauschen. Die Überraschung begann bereits bei den ersten Rückmeldungen. Denn, obwohl alle dieselbe Aufgabe bearbeitet hatten, unterschieden sich die Gespräche mit dem AI Coach deutlich.

Ein Bereichsleiter fokussierte sich vor allem auf Entscheidungsprozesse. Eine andere Führungskraft stellte Fragen zur Kommunikation. Eine dritte Person interessierte sich vor allem für Geschwindigkeit. Je länger die Gruppe ihre unterschiedlichen Herangehensweisen betrachtete, desto interessanter wurde die Diskussion.

Denn die Unterschiede zeigten sich nicht nur in den Antworten. Sie zeigten sich bereits in den Fragen. Die Führungskräfte hatten dieselbe Aufgabe erhalten. Trotzdem hatten sie sehr unterschiedliche Aspekte als relevant betrachtet. Ein Teilnehmer formulierte es später so: „Wir haben alle dieselbe Situation beschrieben. Aber wir haben offensichtlich nicht dieselbe Situation gesehen.“

Dieser Satz wurde zu einem Wendepunkt.

Die KI ist nur so gut wie der Mensch, der sie nutzt

Plötzlich richtete sich die Aufmerksamkeit nicht mehr auf die KI. Sondern auf die Menschen, die sie nutzten. Die meisten Führungskräfte verfügten über ausreichend Erfahrung und Kompetenz. Die eigentliche Herausforderung lag an anderer Stelle. Viele der wiederkehrenden Konflikte entstanden aus unterschiedlichen Führungsbildern.

Einige Führungskräfte verstanden ihre Rolle vor allem darin, Orientierung zu geben, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Andere sahen ihre wichtigste Aufgabe darin, Beteiligung zu ermöglichen und unterschiedliche Perspektiven einzubinden. Beide Sichtweisen hatten ihre Berechtigung.

Problematisch wurde es dort, wo diese unterschiedlichen Annahmen unausgesprochen blieben. Entscheidungen wurden unterschiedlich interpretiert. Verhalten wurde unterschiedlich bewertet. Und Diskussionen drehten sich immer wieder im Kreis.

Der AI Coach als Sparringspartner

Der AI Coach hatte dieses Thema nicht gelöst – er hatte es sichtbar gemacht. Genau darin lag sein Wert. Die Führungskräfte begannen, ihre Interaktionen mit dem AI Coach bewusster zu reflektieren. Dabei zeigte sich ein weiterer interessanter Effekt.

Viele berichteten, dass sie die Qualität einer Antwort zunehmend weniger interessierte. Viel spannender wurden die Gedanken, die während des Dialogs entstanden.

Eine Führungskraft beschrieb dies folgendermaßen:

„Früher habe ich erwartet, dass die KI mir sagt, was ich tun soll. Heute nutze ich sie eher, um herauszufinden, welche Aspekte ich noch nicht bedacht habe.“

Eine andere sagte: „Der größte Nutzen liegt für mich darin, dass ich meine Gedanken sortieren kann, bevor ich mit anderen darüber spreche.“

Diese Aussagen spiegelten eine Entwicklung wider, die sich im gesamten Führungsteam beobachten ließ.

Führen mit KI: Vom Werkzeug zum Coach

Der AI Coach wurde immer weniger als Antwortmaschine verstanden. Und immer stärker als Reflexionspartner. Jemand, der Fragen stellt und Perspektiven anbietet sowie Annahmen hinterfragt. Nicht mehr und nicht weniger.

Im weiteren Verlauf des Entwicklungsprogramms entstand daraus eine neue Praxis. Vor wichtigen Entscheidungen nutzten viele Führungskräfte den AI Coach als Vorbereitungspartner. Nicht, um Entscheidungen auszulagern, sondern um die eigene Sichtweise zu erweitern.

Nach einigen Monaten berichtete die Geschäftsführung von spürbaren Veränderungen. Die Besprechungen waren nicht kürzer geworden. Komplexe Themen benötigten weiterhin Zeit, doch die Qualität der Gespräche hatte sich verändert: Unterschiedliche Sichtweisen wurden seltener als Widerstand interpretiert, Fragen wurden häufiger als Beitrag zur gemeinsamen Lösungsfindung verstanden und Meinungsverschiedenheiten verloren einen Teil ihrer Schärfe. Damit entstand etwas, das sich nicht in Kennzahlen oder Projektplänen abbilden lässt: Ein tieferes Verständnis füreinander.

Rückblickend beschreibt der Geschäftsführer den entscheidenden Lernerfolg deshalb auch nicht als KI-Initiative, sondern als Entwicklungsschritt der Führungsmannschaft.

„Wir haben nicht gelernt, wie man KI nutzt“, fasste er zusammen. „Wir haben gelernt, wie unterschiedlich wir Führung verstehen.“

Der AI Coach war Auslöser einer Reflexion, die sonst möglicherweise nie stattgefunden hätte. In einer Zeit, in der viele Diskussionen über künstliche Intelligenz vor allem um Effizienz, Automatisierung und Produktivität kreisen, liegt der größte Nutzen von KI im Führungsalltag darin, Denkprozesse anzustoßen und Perspektiven sichtbar zu machen.

Gute Führung unterstützt Menschen dabei, die Qualität ihrer Entscheidungen zu verbessern. Sie entsteht dort, wo Menschen bereit sind, ihre eigenen Annahmen zu hinterfragen und neue Perspektiven zuzulassen.

Manchmal genügt dafür ein gutes Gespräch. Und manchmal beginnt dieses Gespräch mit einer Frage an den COVERDALE AI Coach.

Rate this post