jeder lernen kann….

Komplexe Organisationen brauchen Strukturen, in denen Zusammenarbeit in Teams möglich ist. Wir sind zum Schluss gekommen, dass erfolgreiche Zusammenarbeit egal ob sie in agilen Teams oder in „normalen“ Teams stattfindet, einige Skills erfordert, die MitarbeiterInnen aufbauen und entwickeln müssen um langfristig erfolgreich zu ein.

Wir Menschen haben zwar grundsätzlich die Anlage, sich zu anderen Menschen kooperativ zu verhalten. Ich vergleiche das Thema gerne mit „Talent“. Es gibt Menschen, die Talent zum Beispiel für Ballsportarten haben. Um wirklich gut zu werden, braucht es viel Übung und Training. Talent allein ist zu wenig. Was braucht es nun, mit anderen gut zusammenzuarbeiten?

Zielklarheit
Den Kunden im Blick zu haben und den Zweck der Aufgabe zu klären, sind nötig, um das richtige Endergebnis zu liefern, das für den Kunden Nutzen stiftet. Das beginnt bei einfachen Tasks und findet sich wieder in „Userstorys“ wie sie z.B. in SCRUM verwendet werden. Betrachtet man die Gesamtorganisation, hat erfolgreiche Zusammenarbeit viel mit einer gemeinsamen Ausrichtung auf die Unternehmensziele zu tun, aus denen Mitarbeiter den Sinn ihrer Arbeit ableiten können.

Vereinbarte Vorgehensweisen
Wenn man mit anderen zusammenarbeitet, ist es hilfreich sich auf eine gemeinsame Systematik zu verständigen, um so für alle ein transparentes Vorgehen zu schaffen, und alle Beteiligten zu integrieren zu können. Wir empfehlen, sich mehr und mehr mit iterativen Vorgehensweisen auseinanderzusetzen, um so, die ständig wechselnden Einflüsse, und die immer größere Komplexität zu managen.

Rückblenden
Ein Team kann wachsen, wenn es die eigenen Kompetenzen weiterentwickelt. Das funktioniert am Besten über regelmäßige Reflexionszyklen, in denen einerseits die Qualität des Endergebnisses und andererseits die Qualität der Vorgehensweise überprüft wird. Wir beantworten dabei die Fragen:

  • Wie zufrieden sind wir/der Kunde mit dem Endergebnis?
  • Was war förderlich für die Zusammenarbeit?
  • Was war hinderlich?

Am Ende treffen die Teammitglieder eine konkrete Vereinbarung, welche Aspekte das Team konkret optimieren (bewusst gleich wieder tun oder ändern) will.

Feedback
Das Wort Feedback bedeutet, Rückmeldung zu geben auf beobachtetes Verhalten (ohne die Intention, dass der Feedbackgeber das Verhalten ändert – In dem Fall würden wir von Kritik sprechen). Ein Feedbackgeber muss gut Beobachten und Zuhören können und in der Lage sein, angemessen Rückmeldung geben, wie das Verhalten des anderen wirkt und ankommt.

Stärkenbewusstsein
Eine Stärke ist eine Fähigkeit, die ich immer dann einsetzen kann, wenn ich sie brauche, in der „Dosis“ in der sie hilfreich ist. Menschen haben unterschiedliche Stärken. Erfolgreiche Teams bestehen aus Menschen mit komplementären Stärken, die sie gemeinsam im Sinne der Zielerreichung einsetzen. Eine Stärke weiter auszubauen ist meist wesentliche effektiver als zu versuchen, vermeintliche Schwächen zu verlieren.

Zum Abschluss noch eine kleine Reflexionsfrage:

Wieviel Zeit investieren Sie, um genau diese Stärken der Zusammenarbeit in Ihrem Team aktiv aufzubauen?

Wir glauben, dass die Produktivität eines Teams massiv davon abhängt, dass ein Team die Fähigkeit zu Zusammenarbeit entwickelt. Damit meinen wir nicht, einmal im Monat miteinander Essen zu gehen, oder gemeinsam zu grillen. Das gehört auch dazu, ist aber nur ein kleiner Teil von Teamentwicklung.

Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit aufzubauen geht nur, indem Teams gemeinsam lernen und Erfahrungen machen, wie sie gemeinsam noch besser werden, um die Ihnen gestellten Aufgaben zu erledigen. Je selbständiger ein Team arbeiten kann, und je mehr Selbstorganisation gefordert ist, desto wichtiger ist dieser Faktor. Wir empfehlen daher dringend, die Arbeit am Team und an der Fähigkeit zur Zusammenarbeit ausreichend Zeit und auch Energie zu widmen, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben.

We enable people to succeed – together