Exzellente Führungskräfte, die ein Team hoch motivierter, eigenständig agierender Mitarbeiter haben, wissen um die Wichtigkeit eines wertschätzenden Umgangs.

Wertschätzung aktiviert den Frontallappen des Großhirns, der wiederum Sitz unserer emotionalen, sozialen und rationalen Intelligenz ist. Je aktiver dieser Frontallappen seine Botenstoffe aussendet desto höher ist die intellektuelle Leistungsfähigkeit.

Ein wertschätzender Umgang mit Mitarbeitern und Kollegen gehört daher zu den wichtigsten Soft Skills.

Wertschätzung ist aber keine Belohnung, bei der man hin und wieder für bestimmte Aufgaben ein Lob bekommt. Im Arbeitsumfeld ist ein grundsätzliches Wohlwollen wichtig. Eine Kultur, in der sich Menschen täglich wahrgenommen und unterstützt fühlen, fördert die Leistungsbereitschaft und steigert die Ergebnisqualität.

Besonders in Zeiten von Kurzarbeit und Home-Office ist es wichtig, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen – denn nur, wer sich kennt und trifft, kann sich auch wertschätzen. Unkenntnis und Unsicherheit können rasch zu Abgrenzung und im schlimmeren Fall sogar zu Argwohn führen.

Im Arbeitsumfeld sind wir naturgemäß viel damit beschäftigt, Dinge zu verbessern, Fehler zu vermeiden und Prozesse zu optimieren. Offen über die Arten und Folgen von Fehlern zu sprechen, ist wichtig.

Unser Gehirn hat aber die Tendenz, sich mit den negativen Folgen von Fehlern intensiv zu befassen. Um hier ausgleichend zu wirken, ist es wichtig die Aufmerksamkeit immer wieder auf das Positive zu lenken und so die Wahrnehmung für Situationen der Wertschätzung zu schulen.