Handbuch Kompetenzmessung – Erkennen, verstehen und bewerten von Kompetenzen in der betrieblichen, pädagogischen und psychologischen Praxis

Preisfrage: Was kommt dabei heraus, wenn der deutsche Papst der Kompetenzforschung (John Erpenbeck) ein Buch zum Thema Kompetenzmessung herausgibt? Natürlich - eine Bibel!

Preisfrage: Was kommt dabei heraus, wenn der deutsche Papst der Kompetenzforschung (John Erpenbeck) ein Buch zum Thema Kompetenzmessung herausgibt? Natürlich - eine Bibel!

Die Bezeichnung “Handbuch“ deutet den Anspruch des Werkes schon an. Hält man es dann tatsächlich mit seinen knappen 800 Seiten und 2kg Lebendgewicht in beiden Händen (eine Hand reicht da nicht mehr…) wird es allerdings noch greifbarer. Doch nicht nur wegen des Umfangs, vor allem wegen seiner inhaltlichen Breite und Tiefe hat sich dieses von John Erpenbeck und Lutz von Rosenstiel herausgegebene Buch bereits mit der 2. Auflage zum Standard im deutschsprachigen Raum  entwickelt.

Im einführenden Kapitel werden die historische Entwicklung des Kompetenzbegriffs nachvollzogen, die herrschende  Begriffsvielfalt zur Kompetenzthematik geordnet sowie Kompetenztypen und –klassen übersichtlich systematisiert.

Im Hauptteil beschreiben die Herausgeber insgesamt 43 im europäischen Raum gängige Kompetenzmessverfahren verschiedenster Art in einer strengen Systematik, womit wohl alle für die betriebliche Praxis wesentlichen Verfahren abgedeckt werden.

Jedes Verfahren wird dabei hinsichtlich der angewendeten Kompetenzmessverfahren und der ausgewiesenen  Kompetenzgruppen anhand eines zweidimensionalen Rasters eingeordnet und dadurch für den praktischen Anwender greifbar und einfach dargestellt.

Darauf folgt für jedes Verfahren eine Kurzfassung der Ergebnisse mit Informationen zur Zielsetzung, den theoretischen Grundlagen, der Methodologie und Fehleranfälligkeit sowie eine qualitative und quantitative Einschätzung der Gütekriterien.

Sehr nützlich sind auch die konkreten Durchführungsempfehlungen hinsichtlich der räumlichen, zeitlichen Erfordernisse und der personalen und technischen Voraussetzungen. Abschließend gehen die Herausgeber in einer freien Würdigung auf Praxisnähe, Einfachheit und Nutzenüberlegungen ein und beschreiben praktische Anwendungsfälle.

Mit diesem Aufbau wird auch deutlich, dass der Nutzen dieses Buchs neben der umfassenden Darstellung des Kompetenzbegriffs in der Hauptsache darin liegt, dem praktischen Anwender für die Auswahl von Kompetenzdiagnostikverfahren ein klar strukturiertes und fundiertes Nachschlagewerk zur Hand zu geben.

Über die Herausgeber:

Prof. Dr. John Erpenbeck, Bereichsleiter Grundlagenforschung der Arbeitsgemeinschaft betriebliche Weiterbildungsforschung e.V., Berlin;

em. Prof. Dr. Dr. h.c. Lutz von Rosenstiel, Institut für Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität, Organisations- und Wirtschaftspsychologie, München

Verlag: Schäffer-Poeschel, Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH
Autor: Erpenbeck, John / von Rosenstiel, Lutz (Hrsg.)
ISBN: 978-3-7910-2477-6
Seiten: 796

Dieses Buch hat Ing. Mag. Gottfried Amtmann für Sie gelesen und besprochen.

Virtual Team Success – A Practical Guide for Working and Leading from a Distance

In letzter Zeit ist das Thema „Arbeiten in virtuellen Teams“ immer stärker in den Vordergrund getreten. Wodurch unterscheidet sich die Arbeit in Teams, deren Teammitglieder über den ganzen Erdball verteilt sind von Teams, die ihre Arbeit an einem gemeinsamen Arbeitsplatz durchführen? Dieses Buch gibt zahlreiche, wissenschaftlich untermauerte, praktische Empfehlungen für Teammitglieder und Teamleiter von virtuellen Teams. Der Bogen spannt sich von Schlüsselherausforderungen, Erfolgsfaktoren, Charakteristika von effektiv arbeitenden virtuellen Teams bis zu Praktiken, wie die Leistung von virtuellen Teams erhöht werden kann. Außerdem gibt es einen Blick in die Zukunft, der die kommenden Herausforderungen aufzeigt.

In letzter Zeit ist das Thema „Arbeiten in virtuellen Teams“ immer stärker in den Vordergrund getreten. Wodurch unterscheidet sich die Arbeit in Teams, deren Teammitglieder über den ganzen Erdball verteilt sind von Teams, die ihre Arbeit an einem gemeinsamen Arbeitsplatz durchführen? Dieses Buch gibt zahlreiche, wissenschaftlich untermauerte, praktische Empfehlungen für Teammitglieder und Teamleiter von virtuellen Teams. Der Bogen spannt sich von Schlüsselherausforderungen, Erfolgsfaktoren, Charakteristika von effektiv arbeitenden virtuellen Teams bis zu Praktiken, wie die Leistung von virtuellen Teams erhöht werden kann. Außerdem gibt es einen Blick in die Zukunft, der die kommenden Herausforderungen aufzeigt.

Im 1. Abschnitt geht es um die Bildung von virtuellen Teams
In einer globalisierten Welt müssen wir uns damit abfinden, dass Teammitglieder über die Welt verteilt sind und dementsprechend die Teams bilden. Auftretende Fallstricke werden anhand von zahlreichen Beispielen erläutert. Das beginnt bereits mit dem ersten Zusammentreffen der virtuellen Teams.

Der 2. Abschnitt beschäftigt sich mit der Führung virtueller Teams.
Was macht einen erfolgreichen und effektiv führenden Teamleiter aus? Diese essentielle Frage wird anhand von Empfehlungen, Tipps, Techniken und „best practices“ ausführlich behandelt. In Fallstudien besteht die Option, sich selbst als Teamleiter zu positionieren und Rückmeldungen über das eigene Verhalten als Teamleiter zu erhalten.

Abschließend wird darauf eingegangen, wie ein Moderator virtuelle Teams erfolgreich unterstützen kann (James Humes zitiert: „The art of communication is the language of leadership“). Anhand von Checklisten, Aufbau einer Agenda, etc. wird aufgezeigt, wie ein virtuelles Team auf Linie gehalten werden kann und wie immer wieder auftretende Herausforderungen bewältigt werden können.

Als Zusammenfassung werden sechs Erfahrungen für erfolgreiche virtuelle Teams nochmals betont:

  1. Lege den Focus auf menschliche Belange!
  2. Ohne Vertrauen kein Team!
  3. „Soft“ skills sind unerlässlich!
  4. Achte darauf, ob das Team gerade sein Leistungsmaximum erreicht hat!
  5. Schaffe eine Umgebung, in der sich die Teammitglieder von Angesicht zu Angesicht treffen können!
  6. Gute Führung ist der wichtigste Faktor zum Erfolg von virtuellen Teams!

Im Anhang wird abschließend die Studie von OnPoint über virtuelle Teams, in der 48 virtuelle Teams untersucht wurden, vorgestellt.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass dieses lesenswerte Buch ausführlich auf die Herausforderungen, die virtuelle Teams von anderen unterscheidet, eingeht und in zahlreichen Empfehlungen und Beispielen bei der Bildung von und der Arbeit in virtuellen Teams unterstützt.

Verlag: Verlag John Wiley & Sons
Autor: Richard Lepsinger
ISBN: 978-0-470-53296-6
Seiten: 224

Dieses Buch hat Prof. Dipl.-Ing. Dr. Robert Schawarz für Sie gelesen und besprochen.